Gedanken zum Advent von P. Heinz Günter
„Gottes Weihnachtswelt ist voller Boten - und einige sind unterwegs zu Dir“ Albrecht Goes
Wir müssen sie also nicht suchen in den Schaufenstern als Reklame, auf den festlich gedeckten Tischen als schöne Dekoration. Wir müssen nicht jede Advents- oder Weihnachtsfeier besuchen um sie dort zur Befriedigung unseres Weihnachtsgefühls zu erleben.
Sie sind schon unterwegs zu uns, ausgesendet von jemanden, der mit uns leben will, von ihm geschickt, damit wir Wege finden durch das Dunkel. Und es ist dunkel um uns und für zu viele aussichtslos. Deshalb müssen wir diesen Engeln die Wege zeigen, dorthin, wie sie gebraucht werden.
Dem Engel der Hoffnung zu denen, die die Hoffnung aufgegeben haben, dass das Leben sich noch einmal von einer guten Seite zeigen könnte: den Kranken, den Arbeitslosen, den einsam Gewordenen, zu denen, denen die Schulden über den Kopf gewachsen sind. Der Engel der Hoffnung braucht deine Worte: Ich bin doch auch da. Du schaffst das. Du bleibst nicht allein. Ich engagiere mich für Dich.
Dem Engel der Freude zu denen, die traurig geworden und in Depression gefallen sind, die stumm geworden sind und alles Vertrauen ins Leben verloren haben. Der Engel Freude braucht dein Lachen, mit dem er andere anstecken kann, braucht deine Lieder, die ins Herz der anderen kriechen und zum Mitsummen einladen.
Dem Engel des Friedens zu denen, die unter Krieg und Streit leiden, die in zerrütteten Familien- und Freundschaftsverhältnissen leben müssen. Der Engel braucht dein Wissen um neue Wege aus dem Dilemma, dein Engagement, das anderen zur Versöhnung hilft.
Dem Engel der Liebe zu denen, die sich überflüssig und störend vorkommen, die sich selbst nicht mehr mögen und für Versager halten. Der Engel braucht Deine Arme, um sie zu umarmen, ihnen die Wärme einer Freundschaft vermitteln, sie wertvoll werden lassen, ihnen Gemeinschaft erlebbar machen.
Unsere Weihnachtswelt ist voller Träume, die dann zerplatzen, voller Gefühle, die sich ausgenutzt vorkommen.
Gottes Weihnachtswelt ist voller Boten - und einige sind unterwegs zu Dir: Vielleicht in einem Brief mit Deiner Adresse, oder einem Geschenk, für dich ausgesucht, einem Anruf mitten hinein in deine Arbeit oder dem Besuch eines schon lang nicht mehr gesehenen Freundes.
So wird die Weihnachtswelt, deine Weihnachtswelt vielleicht zu einer ganz neu erfahrenen Lebenswelt. Denn dann wirst du es erfahren: „Es geht ein heimlich Funkeln durch alle Welt verhüllt. Es geht ein Stern im Dunkeln, die Zeit ist nun erfüllt.“ R.O.Wiemer





